AGFA Clack


 

 

Hersteller: Agfa Aktiengesellschaft Camera-Werk München
Modellbezeichnung: Clack
Variante: Nahlinse statt Gelbfilter
Typ: Kompaktkamera
Format: 6 x 9cm Mittelformat
Film: 120'er Rollfilm
Baujahr: 1954-1965
Gebaute Stückzahl: Seeehr viele
Objektiv: einfache Meniskuslinse, ein Element
Brennweite: f=95mm
Blenden: 11 (Wolken) + 12.5 (Sonne)
Verschluss: 1/35 + B
Blitzanschluss:  Anschlussmöglichkeit für Agfa "Clibo" Blitzlicht
Abmessungen: 90 x 110 x 95mm
Gewicht: 320 Gramm
Seriennummer: keine
Ehem. VK: 27,- DM (Kamera)
7,50 DM (Bereitschaftstasche)
Zustand: B+, Funktionstüchtig
Erwerb: 2002 für 5 € (Trödelmarkt)
Kadlubek-Nummer: AGF1280
Bedienungsanleitung: Seite #1 (216KB)
Seite #2 (247KB)
Bemerkung:

Bedingt durch die Meniskuslinse mit nur einem einzigen Element ergibt sich bei der Agfa Clack eine gewölbte Schärfeebene. Dieses wird durch eine gleichfalls gewölbte Filmführung wieder halbwegs ausgeglichen. Damals machte man von den für heutige Maßstäbe riesigen Negativen im Format 6x9cm allenfalls Kontaktabzüge. Der Schärfefehler der Optik fiel darauf jedoch nicht sonderlich auf. Dennoch und gerade wegen der gewölbten Filmführung sind mit der Agfa Clack erstaunlich gute Aufnahmen möglich. Ein Aufkleber im Inneren der Kamera empfiehlt den Agfacolor Isopan IF 17 Film mit 17 DIN (etwa um die 41 ASA), für den die Clack mit ihren beiden Blendeneinstellungen und der einzigen Verschlusszeit von etwa 1/35s ausgelegt ist. Den Isopan17 gibt es jedoch längst nicht mehr zu kaufen, dennoch funktioniert auch ein moderner Film mit 50 ASA ganz hervorragend.

Die Agfa Clack gab es in zwei Versionen. Die früheren Modelle verfügten über einen zuschaltbaren Gelbfilter für tonwertrichtige S/W-Aufnahmen. Später wurde der Gelbfilter durch eine Nahlinse für einen Aufnahmebereich von 1-3 Metern ersetzt. Die Anschlüsse für Drahtauslöser, Stativ und Blitzlicht hätte man bei einer solch preiswerten Kamera nicht unbedingt erwartet, hat es aber von Anfang an gegeben.